Donnerstag, 31. Dezember 2015
Silvester
Heute ist Silvester. Ein Tag, an dem man auf das alte Jahr zurück schaut und sich auf das neue Jahr freut. Im alten Jahr habe ich dich wieder gefunden und mein Leben auf den Kopf gestellt. Jetzt ist noch alles im Umbruch, manches verunsichert mich, aber die Vorfreude überwiegt. Vorfreude auf einen neuen Anfang, auf ein neues Jahr. Auf einen neuen Anfang, ein neues Kapitel. Auf eine neue Zeit, gemeinsam mit dir. Es ist aufregend, kribbelig, manchmal atemlos und einfach unglaublich schön.
Um Mitternacht werde ich dich nicht küssen können. Meine Hand wird nicht deine halten, aber meine guten Wünsche werden sich auf dich beziehen und meine Gedanken werden bei dir sein. Ich werde dich vermissen, heute Nacht.



Mittwoch, 30. Dezember 2015
Einmal du bitte. Zum mitnehmen.
Immer wieder fällt mir auf, wie großartig ich dich finde. Sicher, wir hatten in den letzten Jahren immer auch mal unsere Differenzen. Es gab eine Phase, in der wir uns angekeift haben, dann eine, in der wir uns ignoriert haben. Eine, in der ich versucht habe, dich zu hassen, um damit aufzuhören dich zu lieben. Wie wir sehen, hat das nicht sonderlich gut geklappt.
Und auch in allen diesen Zeiten warst du für mich da, wenn ich dich brauchte. Ich könnte immer mit dir reden und was ich dir anvertraut habe, war bei dir sicher. Jetzt ist wieder eine schwere Zeit und wieder bist du für mich da, bedingungslos. Du hörst mir zu. Du bist ruhig, wenn ich nicht ruhig sein kann und bringst mich zum Lachen, wenn ich weinen möchte. Und wenn ich nicht lachen kann, lässt du mich weinen und gibst mir Halt. Du hast oft die Leichtigkeit, die mir in solchen Situationen fehlt. Du gibst mir Kraft, wenn ich glaube ich habe alle meine Reserven erschöpft. Du gibst mir den Mut zurück, weiter zu gehen, wenn ich mich an liebsten verkriechen will. Ich bin dir so unendlich dankbar.



Montag, 28. Dezember 2015
Angeschossen
In dieser Zeit ist es so leicht sich misszuverstehen. Ein Zitat wird in einem sozialen Netzwerk geteilt, ein lustiger Kommentar kommt drunter und als heimliche Freundin, die nichts und niemanden kennt, die nichts mitbekommt von den witzigen Insidern, die da besprochen werden, liest man nicht den Witz sondern denkt an die Aussage im Kern. Man liest nur die Worte mit, nicht aber den Ton, den nur manche hinein legen können, der hier notwendig wäre, um richtig zu verstehen.
Ich fühle mich in solchen Momenten wie angeschossen. Das trifft, mir fehlt die Luft und bis genug Vernunft in mir aufsteigt, mich aufklären zu lassen, kommt Panik in mir auf. Mir steigen die Tränen in die Augen und es fällt mir schwer, ruhig zu bleiben.
Wenn dann die Erleichterung kommt, weil ich die Geschichte verstehe, fällt mir ein Stein vom Herzen. Ein richtiger Felsbrocken. Mein Herzschlag verlangsamt sich wieder und die Luft kommt zurück. Nur dieses leichte Brennen bleibt...