Meine Hand greift ins Leere. Ich greife noch einmal, aber bekomme nichts zu fassen. Da ist kein Geräusch hier drinnen, ich kann nur Laute von draußen vernehmen. Da schlurft jemand über die Straße, ab und an fährt ein Auto vorbei und ich kann einen hustenden Nachbarn ausmachen. Dein Duft fehlt. Langsam dämmert es mir: du bist nicht da. Das ist nichts ungewöhnliches und doch geht es immer wieder so.
Ich schlafe unruhig, und wenn ich zum zehnten mal in einer Nacht aufwache, suche ich wieder nach dir. Mir wird immer wieder aufs Neue bewusst, dass du nicht in meiner Nähe bist. Dann beginne ich dich zu vermissen. Ich lausche auf Geräusche, die mir zeigen würden, dass ich mich irre oder dass es dir ebenso ergeht und du zu mir schleichst. Aber nichts dergleichen passiert.
Mit der Zeit falle ich wieder zurück in einen leichten Schlaf, dann träume ich wild, oft weiß ich kurz danach noch Fetzen und kann mich tagsüber kaum erinnern. Oft stelle ich mir vor, wo du bist und was du tust. Es ist manchmal, als könnte ich deine Nähe im Traum spüren. Ein Lächeln huscht mir über das Gesicht. Meine Hand greift nach dir, aber sie greift ins Leere. Ich greife noch einmal, aber bekomme nichts zu fassen.